Tierarzt oder Tierheilpraktiker?

Flecki ist der Meinung, dass Schul- und Alternativmedizin sich sehr sinnvoll ergänzen können.
Flecki ist der Meinung, dass Schul- und Alternativmedizin sich sehr sinnvoll ergänzen können.

 

Alternative Therapien für Mensch und Tier finden in der heutigen Zeit immer mehr Zuspruch. 

 

Doch fällt es Anhängern der Schulmedizin und Befürwortern der alternativen Heilkunde z.T. noch schwer sich in ihrem Denken anzunähern.  

 

Ein verantwortungsbewusster Tierheilpraktiker wird immer zu einem Tierarztbesuch raten wenn dieser offensichtlich notwendig ist, insbesondere sind hier Notfälle zu nennen. 

Nicht selten wenden sich Tierbesitzer erst dann an einen Tierheilpraktiker, wenn die Behandlung durch den Tierarzt nicht den gewünschten Erfolg erzielte. 

  

Ein altes Sprichwort sagt: "Wer heilt hat Recht".

An dieser Stelle sei gesagt, dass ich als Tierheilpraktikerin natürlich keinerlei Heilversprechen abgebe. 

Jedem steht jedoch die Wahl frei, von welcher Heilmethode er sich angesprochen fühlt.

 

In meinen Augen leistet die Schulmedizin absolut wertvolles, z.B. im Bereich der Chirurgie oder bei der Behandlung von Akut-Fällen.

 

Die andere Seite ist, dass die Schulmedizin aus meiner Sicht auch ein gewisses Abbild der aktuell noch vorherrschenden Gesellschafts-Struktur ist. Die Medizin / Tablette / Spritze soll am liebsten sofort helfen, damit eine sofortige Leistungsfähigkeit wieder hergestellt ist. Es soll möglichst wenig Zeit investiert werden. 

 

Tierheilpraktiker beleuchten die Ursache des Geschehens sehr differenziert. Es gibt unzählige Faktoren, die zu einem Ungleichgewicht im Körper eines Tieres führen können.

 

Individuelle Unverträglichkeiten (z.B. Umweltgifte, Futtermittelallergien) gehören genauso dazu wie psychische Faktoren (z.B. Trauer um einen Artgenossen). Aber auch Revier- und Rangordnungs-Themen spielen eine Rolle. Und nicht zuletzt auch der Tierbesitzer selbst bzw. das generelle Umfeld. Hier kann man nicht oft genug erwähnen wie fein die Tier-Sinne ausgebildet sind und dass Negatives (z.B. Streit) auch ihr System belastet.

 

Die Wiederherstellung der körperlichen / seelischen Balance braucht meist Zeit. 

 

Aber mit dem Wandel in der Gesellschaft wächst vielleicht auch das Verständnis dafür, dass jeder Körper auch Phasen der Regeneration haben "darf" und eben keine Hochleistungsmaschine ist.

 

Den Hintergrund der Erkrankung zu beleuchten, sie eben nicht zu unterdrücken und auch den Selbstheilungskräften Zeit zu geben - in meinen Augen ist dies ein sehr gesunder Ansatz.

 

Das Wohl des Tieres sollte immer im Vordergrund stehen. Und daher hat für mich jeder seriöse Tiertherapeut seine Berechtigung - egal ob er nun aus dem Bereich Schul- oder Naturmedizin stammt.